Alpine Legends: Eigene Wege auf Schnee
Du stehst oben am Hang. Ein Freund fährt voraus, jemand zieht noch die Bindung zu. Ihr habt eine Idee, wo es langgehen soll. Ob der Schnee mitspielt, merkt ihr unterwegs.
Manchmal bleibt von einem solchen Tag ein einzelner Turn. Ein Trick, an dem du lange gearbeitet hast. Oder das Lachen nach einem Versuch, der ziemlich anders ausgegangen ist als geplant.
Mit der Zeit entwickelt jeder seine eigene Art, in den Bergen unterwegs zu sein. Geprägt von den Menschen, mit denen man fährt. Von Dingen, die man ausprobiert. Und von denen, die einem zeigen, was noch möglich sein könnte.
Alpine Legends greift drei Geschichten aus dieser Bergkultur auf: zwei gemeinsam mit Didier Plaschy entwickelte Beanies, eine Hommage an den Skipionier Roger Staub und die Rückkehr eines vertrauten Mützendesigns aus früheren Schweizer Wintern.
Didier Plaschy: Den eigenen Weg finden
Wer Didier Plaschy im Fernsehen zuhört, erlebt jemanden, der genau hinschaut. Er erklärt Bewegungen, hinterfragt Entscheidungen und sagt ziemlich direkt, was er denkt. Diese Art gefällt uns. Vielleicht auch, weil wir darin ein Stück unserer Walliser Heimat wiedererkennen. Hinter seinen Analysen steckt aber auch die Erfahrung als Rennfahrer und Trainer: zwei Weltcup Slalomsiege, die Olympischen Spiele 1998 in Nagano und später die Arbeit mit Athleten wie Loïc Meillard, Ramon Zenhäusern und Daniel Yule.
Besonders interessant wird seine Geschichte dort, wo die üblichen Abläufe aufhören.
Wieder Anfänger sein
Daniel Yule erzählt von Gleichgewichtsübungen auf einem Kickboard. Auf einem Bein, mit Skischuhen. Ramon Zenhäusern erinnert sich an Abfahrten auf Langlaufski im weichen Frühlingsschnee. Didier stellte seine Athleten vor Aufgaben, bei denen vertrautes Können plötzlich nicht mehr ausreichte.
Eine von vielen unkonventionellen Trainingsmethoden mit Yule und Zenhäusern
Die Reaktionen darauf waren unterschiedlich. Daniel Yule hat nach eigener Aussage viel geflucht. Ramon Zenhäusern liebte solche Herausforderungen und entwickelte die Methoden mit eigenen Ideen weiter. Auch Loïc Meillard trainierte zeitweise mit Didier. Wie Plaschy erzählt, befestigte er ihm einen Gummizug zwischen den Skischuhen, um eine engere Skiführung zu fördern. Meillard habe die Übung zunächst gehasst, bis er damit einen schnelleren Trainingslauf fuhr als ohne.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl, wenn etwas Gewohntes plötzlich wieder schwierig wird. Das erste Mal auf einem anderen Brett. Eine ungewohnte Bewegung. Schnee, in dem dein üblicher Turn nicht funktioniert. Du musst etwas verändern, obwohl sich das Neue zunächst schlechter anfühlt als das Vertraute.
Dabei hilft manchmal jemand, der von aussen hinschaut. Ein Freund, der deinen Anlauf beobachtet. Ein Tipp zum Timing. Oder die gemeinsame Erkenntnis, dass ihr zuerst die Landung umbauen müsst, bevor der nächste Versuch Sinn ergibt.
Beim Snowboarden entstehen viele Fortschritte genau so: Ihr probiert etwas aus, gebt euch Rückmeldungen und passt an. Nicht jeder braucht denselben Tipp. Was bei einem sofort funktioniert, braucht beim anderen mehr Zeit oder einen ganz anderen Ansatz.
Didiers Arbeit zeigt, wie unterschiedlich solche Wege aussehen können. Und wie viel daraus entstehen kann, wenn jemand eine neue Idee einbringt und man bereit ist, ihr eine Chance zu geben.
Eine Verbindung aus dem Wallis
Unsere Verbindung zu Didier reicht bis zur Sportschule in Brig zurück. Mat und ich waren dort als Snowboarder, Didier war später an derselben Schule als Skitrainer tätig. Unterschiedliche Disziplinen, verbunden durch Schnee, Wettkämpfe und das Leben in den Bergen.
Jahre später stand Didier eines Tages bei uns im Büro in Visp. Er suchte Mützen für seine Einsätze als TV Experte, mochte HAE und wollte sie kaufen. Wir gaben sie ihm kostenlos mit. Seither trägt er sie regelmässig vor der Kamera, ohne dafür ein Honorar zu verlangen.
DD mit HAE Mütze und klarer Meinung.
Aus dieser unkomplizierten Verbindung sind nun zwei gemeinsame Beanies entstanden. Für uns ist das auch ein Dankeschön an Didier. Für dich sind es zwei Mützen mit einer Geschichte, die vom eigenen Weg und der Freude am Ausprobieren erzählt.
Die beiden Didier Plaschy Beanies entdecken.
Roger Staub: Was auf Schnee noch möglich ist
Lange bevor Snowparks zu den Skigebieten gehörten, begannen Menschen damit, auf Skiern neue Bewegungen auszuprobieren. Sie spielten mit Gleichgewicht, drehten, sprangen und machten den Hang zu einem Ort für eigene Ideen.
Einer dieser Menschen war Roger Staub.
Der Aroser gewann 1960 olympisches Gold im Riesenslalom. Schon 1958 hatte er drei Medaillen an den Skiweltmeisterschaften geholt. Nach seiner Rennkarriere führte ihn sein Weg unter anderem nach Vail in Colorado. Gemeinsam mit Art Furrer gehörte er zu den Schweizer Pionieren des Trickskifahrens und damit zur frühen Geschichte des Freestyle.
Eine Bewegung kann deine eigene werden
In den alten Aufnahmen von Staub und Furrer steckt eine ansteckende Spielfreude. Ihre Skiakrobatik zeigt, wie viel Ausdruck in einer Bewegung liegen kann. Wie jemand fährt, wird zur persönlichen Handschrift.
Vielleicht ist es genau das, was dich am Freestyle begeistert. Du kannst denselben Trick lernen wie jemand anderes und ihn trotzdem auf deine Weise machen. Mit einem anderen Grab, einem anderen Rhythmus, einem Detail, das sich für dich richtig anfühlt.
Diese Freiheit hat auch das Snowboarden geprägt, mit dem wir in den 90ern aufgewachsen sind. Selbst gebaute Kicker, erste Contests und Freunde, von denen man sich etwas abschaut. Mit jedem Tag entwickelt sich ein bisschen mehr der eigene Stil.
Staub war auf zwei Skiern unterwegs, wir auf einem Brett. Die Verbindung liegt in der Neugier: Was lässt sich aus diesem Gelände machen? Welche Bewegung könnte funktionieren? Was möchte ich ausprobieren?
Er war einer von mehreren Pionieren, die solche Möglichkeiten früh ausloteten. Seine Geschichte kann bis heute dazu anregen, auf einem vertrauten Hang wieder etwas Neues zu entdecken.
Vom Ausprobieren zum Tüfteln
Roger Staub entwickelte auch Produkte. Bekannt wurde die nach ihm benannte Mütze, deren Rand sich herunterrollen liess, bis sie das Gesicht bedeckte und nur die Augen frei blieben.
Dahinter steht eine praktische Idee: Ein Kleidungsstück verändert sich mit dem, was du gerade brauchst.
Wer viel draussen ist, kennt diese Wechsel. Im Aufstieg wird es warm. Oben zieht Wind auf. Im Lift sitzt du plötzlich im Schatten. Du passt deine Ausrüstung an, während der Berg die Bedingungen vorgibt.
Die wandelbare Mütze von Alpine Legends nimmt die Idee auf, eine Beanie bei Bedarf zur Maske umformen zu können. Sie ist eine Hommage an Roger Staub und seine Freude daran, auf Schnee und bei Produkten eigene Lösungen zu entwickeln.
Seine Geschichte fährt dabei mit: als Anregung, neugierig zu bleiben und einer eigenen Idee eine Chance zu geben. Was daraus entsteht, findest du unterwegs heraus.
Die Hommage an Roger Staub entdecken.
Das Banken Beanie ist zurück
Vielleicht kennst du die rot, weiss und blaue Mütze der früheren Schweizerischen Kreditanstalt noch aus deinen ersten Skiferien. Vielleicht trägt sie jemand auf einem alten Familienfoto.
Unsere Neuinterpretation dieses vertrauten Designs war bereits erhältlich und jeweils schnell ausverkauft. Jetzt kehrt sie zurück. Welche Erinnerung du damit verbindest, weisst du selbst am besten.
Die Neuinterpretation von HAE entdecken.
Der nächste Tag gehört dir
Vielleicht gibt es einen Trick, den du diesen Winter endlich stehen möchtest. Vielleicht willst du wieder öfter mit alten Freunden fahren. Oder einfach einen Tag auf Schnee verbringen und erst im Lift entscheiden, welche Abfahrt als Nächstes kommt.
Didiers und Rogers Geschichten zeigen, wie unterschiedlich sich eine Leidenschaft für die Berge entwickeln kann. Deine eigene schreibt sich draussen weiter.



